3 Minuten

VALENTINSTAG : WIE EIN ESSEN UMSATZ UND KUNDENTREUE STEIGERT

Der 14. Februar ist nach wie vor ein wichtiger Termin, doch die Erwartungen der Paare haben sich geändert. Das Aussergewöhnliche allein reicht nicht mehr aus, man sucht das Authentische, das Massgeschneiderte und das Unvergessliche. Es geht nicht mehr nur um ein Essen, sondern um ein gemeinsames, emotionales Erlebnis. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diesen Abend zu einem Erfolg machen können, der für Ihr Unternehmen weit über den Valentinstag hinaus nachwirkt.
DAS MENÜ – EINE GESCHICHTE, ERZÄHLT IN ZWEI STIMMEN
Das Valentinstagsmenü sollte wie eine Geschichte konzipiert sein, die das Paar gemeinsam erlebt. Mehr noch als die Herkunft der Produkte sind es die Emotionen, Texturen und Kontraste, die dieses kulinarische Erlebnis prägen. Eine auf drei bis fünf Gänge reduzierte Speisekarte ermöglicht es dem Team, eine zusammenhängende Geschichte zu inszenieren, in der jedes Gericht eine Etappe darstellt: die Begegnung, die Überraschung, das Teilen und als Abschluss die süsse Nachspeise.
Gehen Sie über das traditionelle Degustationsmenü hinaus. Bieten Sie stattdessen ein « Dialogmenü» an. Dabei wird jedes Gericht in zwei subtil unterschiedlichen Varianten serviert, die zum Teilen und Vergleichen gedacht sind. Beispielsweise können Sie zwei Zubereitungen desselben Fisches anbieten: eine als säuerliches Tatar und die andere leicht geräuchert. Beim Dessert sorgt ein interaktives Erlebnis, wie eine Mousse au Chocolat, die man selbst mit verschiedenen Garnierungen (Waldfrüchte, Fleur de Sel, Praliné-Stückchen) individuell gestalten kann, für einen spielerischen und persönlichen Moment.
Ein vegetarisches Angebot ist unverzichtbar und muss mit dem gleichen technischen und sensorischen Anspruch konzipiert werden. Gerichte wie «gebratene Artischockenherzen in Haselnusskruste mit Topinambur-Velouté und Shiitake-Emulsion» begeistern alle Gäste, nicht nur Vegetarier. Die Auswirkungen auf den Betrieb sind durchweg positiv: Diese kreativen Gerichte, häufig auf Gemüse und Pilzen basierend, bieten in der Regel attraktive Margen und treffen zugleich auf eine starke Nachfrage.
DAS GETRÄNK – EIN SENSORISCHER BEGLEITER
Die Getränkekarte ist nicht nur eine Ergänzung, sondern muss eine echte Bereicherung sein. Die Kombination von Speisen und Getränken wird so zu einem eigenständigen, wertvollen Service. Ergänzend zur Speisekarte können drei fertig abgestimmte Getränkekombinationen – Wein, Cocktail oder Mocktail – pro Menü angeboten werden. Der Aufpreis erklärt sich durch Fachwissen und ein gezieltes Entdeckungserlebnis.
Cocktails und Mocktails werden zu flüssigen Ausdrucksformen von Emotionen. Denken Sie an sich weiterentwickelnde Kreationen: einen Cocktail, der mit einer Wolke aus Vanille- oder Rosenduft serviert wird, die sich auflöst und das Getränk enthüllt. Verwenden Sie nach Möglichkeit lokale Produkte, um einen einzigartigen Bezug herzustellen. Präsentieren Sie als « Liebe auf den ersten Blick» einen Drink auf Basis von Schweizer Williamsbirne, Enzian und einem Hauch Schokolade oder einen Mocktail. Oder eine «Alpine Frische», eine Mischung aus Heidelbeersirup und Melissenwasser. Eine kurze Schulung des Serviceteams zu diesen Kombinationen und ihrer Präsentation erweist sich als lohnende Investition, da sie sowohl den durchschnittlichen Warenkorbwert als auch das Gästeerlebnis spürbar steigert.

DIE ATMOSPHÄRE: RAUM FÜR ZWEISAMKEIT UND AUSTAUSCH SCHAFFEN
Atmosphäre bedeutet mehr als Kerzen und Blütenblätter – es geht darum, Intimität bewusst zu inszenieren. Wenn der Raum es zulässt, können Nischen geschaffen oder leichte Trennelemente wie Vorhänge oder Pflanzenstrukturen eingesetzt werden, um private Rückzugsorte zu gestalten. Die Musik wird als Klangreise gedacht: Die Playlist entwickelt sich, beginnt mit leichten, jazzigen Tönen zum Aperitif, gewinnt während des Abendessens an Tiefe und kehrt zum Ausklang des Abends zu sanften Melodien zurück.
Der erste Eindruck ist entscheidend. Ersetzen Sie das übliche Glas Champagner beispielsweise durch einen massgeschneiderten Willkommenscocktail und bieten Sie eine Auswahl zwischen einer spritzigen, einer fruchtigen und einer würzigen, vollmundigen Variante. Diese kleine Aufmerksamkeit kostet nur wenig, hinterlässt jedoch einen bleibenden Eindruck und stimmt die Gäste auf das Erlebnis ein.
Führen Sie ein digitales Erinnerungsritual ein. Richten Sie einen Spiegel oder einen diskreten Fotopunkt mit einem Ihrem Unternehmen gewidmeten Hashtag ein (beispielsweise #UneSoiréeChez [Name des Restaurants]). Als Dank für das Teilen in den sozialen Netzwerken erhalten die Gäste eine Rose oder ein personalisiertes Macaron. So generieren Sie kostenlose Inhalte und schaffen eine greifbare Erinnerung.
DAS ERLEBNIS: VOM GENUSS DES ABENDS BIS ZUR BLEIBENDEN ERINNERUNG
Der Valentinstag bietet die ideale Gelegenheit, Abendgäste zu Stammgästen für das ganze Jahr zu machen. Schaffen Sie eine greifbare Verbindung, die sie schon lange vor dem nächsten Jahr wieder zu Ihnen zurückführt.
Denken Sie an „Erinnerungen” und „Gründe für einen erneuten Besuch”. Das Ende des Essens ist ein entscheidender Moment. Bieten Sie zusammen mit der Rechnung einen drei Monate gültigen Gutschein für «Kaffee für zwei mit kleinen Mini-Desserts» an. Oder verschenken Sie eine kleine Süssigkeit zum Mitnehmen. Oder eine exklusive Praline, elegant verpackt – zusammen mit einer Einladung, wiederzukommen. Bei Menüs mit einem Schluss-Highlight wie einem Schokoladendessert können Sie zum Beispiel eine kleine Schachtel «Chocolats de la Maison» zum Verkauf anbieten. Solche kleine, preiswerte Aufmerksamkeiten schaffen bleibende Erinnerungen und laden die Gäste ein, wiederzukommen
NACHBETREUUNG NACH DER VERANSTALTUNG: DEN LETZTEN EINDRUCK UNVERGESSLICH MACHEN
Eine am nächsten Tag versandte E-Mail kann viel mehr bewirken, als nur den Abend abzuschliessen – sie öffnet die Tür für den nächsten Besuch. Am einfachsten und professionellsten ist es, diese E-Mail über Ihre Reservierungssoftware zu automatisieren. Um sie wirkungsvoll zu gestalten, passen Sie die allgemeine Vorlage an. Bedanken Sie sich für das Vertrauen zum Valentinstag und fügen Sie ein Angebot für ein zukünftiges Erlebnis hinzu. Einen «Gutschein für eine Weindegustation zu zweit» zum Beispiel (gültig immer ausser am Wochenende). Ein solcher Ansatz ist automatisierbar und kann zu zukünftigen Reservierungen führen.
Personalisieren Sie bereits bei der Buchung. Nutzen Sie Ihr Reservierungssystem und stellen Sie eine einfache Frage: «Feiern Sie an diesem Valentinstag einen besonderen Anlass?» Vielleicht ist es der erste gemeinsame Valentinstag, ein Jahrestag, ein bevorstehender Heiratsantrag oder ein anderer bedeutsamer Moment für das Paar. Mit diesen Informationen können Sie mit minimalem Aufwand gezielte Aufmerksamkeit schenken – etwa durch eine handgeschriebene Begrüssung auf dem Tisch oder eine dekorierte Süssigkeit. Gerade diese personalisierte Anerkennung prägt – weit mehr als eine allgemeine Dekoration – die Erinnerung an einen aussergewöhnlichen Abend.

HINTERLASSEN SIE EINDRUCK
Jedes Detail zählt. In diesem Jahr stehen Hyper-Personalisierung und die fliessende Gestaltung des Erlebnisses im Vordergund. Ein Team, das vorausschauend agiert ohne aufdringlich zu sein, macht den entscheidenden Unterschied. Über die automatisierte Nachricht am Folgetag hinaus kann persönliche Aufmerksamkeit die positiven Emotionen langfristig aufrechterhalten. Eine später geteilte visuelle Erinnerung, eine gezielte Einladung oder ein Angebot für den nächsten Besuch verwandeln einen gelungenen Abend in eine dauerhafte Kundenbindung und zufriedene Gäste in echte Botschafter.